Pilgerweg nach Rom

Abt-Albert-von-Stade-Weg - Antoniusweg - Franziskusweg - Romweg


Rompilgerpass:
                        Die Jakobsgemeinschaft Tirol bietet Rompilgern einen eigenen
                        Rompilgerpass an.                      
                        Erhältlich bei der Jakobsgemeinschaft Tirol, Domplatz 6, Innsbruck
                        Tel. 0043(0)512/583902  oder jakobsgemeinschaft.tirol@dibk.at 

                        Schluss- und Titelbild des neuen Pilgerpasses nach Rom

              Weiters gibt es auch ein Rompilgersymbol als Rucksackanhänger.

 

 

Mit dem Bike von Innsbruck nach Rom - Andreas Amann und Autor

Hier die Etappen:
1.  Innsbruck –  Ellbögen – Mühlbachl – Brenner –Sterzing – Brixen bis Kollmann bei Waidbruck
     (109 km, 1325 HM)
2.  Waidbruck - Bozen – Kaltern – Weinstraße – Trento – Passo Cimirlo – Levico Terme
     (116 km, 1200 HM)

3.  Levico Terme - Primolano – Bassano del Grappa – Camposampiero – Padua
     (135 km, 285 HM
4.  Padua - Monselice – Rovigo – Ferrara (100 km, 220 HM)
5.  Ferrara - Malalbergo- Bologna – Imola . Riolo Terme – Brisighella (135 km, 520 HM)
6.  Brisighella - Modigliana – Rocca San Casciano – Premilcuore – Corniolo (85 km, 1949 HM)
7.  Corniolo - Passo Calla – Monte Falco – Stia – Bibbiena - La Verna (81 km, 2125 HM)
8.  La Verna - Caprese Michelangelo – San Sepolcro – Città di Castello – Pietralunga
     (81 km, 1250 HM)
9.  Pietraglunga - Gubbio – Colpalombo – Valfabbrica – Assisi (90 km, 1505 HM)
10. Assisi - Spello – Foligno – Spoleto – Arrone – Piediluco (86 km, 1200 HM)
11. Piediluco - Poggio Bustone – Rieti – Torricella Sabina – Farfa – Montelibretti
      (101 km, 1505 HM)
12. Montelibretti - Monterotondo - Rom inkl. Stadtrundfahrt (46 km 580 HM)

Andreas hat die gesamte Tour als Track aufgezeichnet. Diese GPS-Datei ist unter "GPS-Daten" auf dieser Website zu finden.

31.5.16 - Andreas gut in Rom angekommen.

 

 

Vortrag von Bischof Dr. Manfred Scheuer über das Pilgern:

 

             

 

Buchempfehlungen:

Abt-Albert-von-Stade-Weg (Via Romea) von Gotha bis Innsbruck

 

 

Der mittelalterliche Pilgerweg nach Rom – unterwegs auf der Via Romea vom Thüringer Wald zu den Alpen
Paperback,  14,6 x 21 cm; 140 Seiten,  120 Bilder, 22 Karten
c/o  im Mai 2013 Jochen Heinke
(im Selbstverlag)
www.unterwegs-auf-alten-Straßen.de  jochen.heinke@t-online.de
ISBN 978-3-00-042178-5

Euro 18,00

(ggf. zzgl. Euro 2,00 für den Versand)

Erhältlich per Bestellung an jochen.heinke@t-online.de

 

 

 

 Abt-Albert-von-Stade-Weg (Via Romea) von Stade bis Gotha:

Der mittelalterliche Pilgerweg nach Rom – unterwegs auf der Via Romea von Stade nach Gotha
Paperback,  14,6 x 21 cm; 96 Seiten
c/o  im Mai 2015 Jochen Heinke
(im Selbstverlag)
www.unterwegs-auf-alten-Straßen.de  jochen.heinke@t-online.de
ISBN 978-3-00-049231-0

Euro 18,00

(ggf. zzgl. Euro 2,00 für den Versand)

Erhältlich per Bestellung an jochen.heinke@t-online.de


                        

Bericht des Pilgers Hermann Egger, der als Erster den "Pilgerweg nach Rom" ging:

 

                      38. Etappe - Eremo Montecasale                                          Foto: Hermann Egger 

Pilgerreise

Gmünd / Kärnten  -  Rom

23.04.13 – 04.06.13

 

Acht Jahre nach meiner Reise nach Santiago de Compostela war es wieder so weit. Am Dienstag, den 23. 04. 2013 verabschiedete ich mich von meiner Familie, um zu Fuß nach Rom zu pilgern. Es war diesmal schwer für mich den gewohnten Kreis zu verlassen, weil ich meinen acht Monate alten Sohn Eliah, Benjamin, der sich gerade auf die Matura vorbereitete, Sebastian, der in dieser Zeit seinen Vater brauchte und Eva, meine Frau, der ich dies alles überantwortete, zurückließ.

In meinem Heimatort, Gmünd in Kärnten begann meine Reise. Ich marschierte über Spittal/Drau, Lienz, Toblach, Bruneck und kam in Brixen auf den Weg, den Herr Treml beschrieb. Bis Trient war ich eigentlich nur auf Fahrradstrecken unterwegs, was mir aber nichts ausmachte, denn dadurch konnte ich meinen Gedanken freien Lauf lassen und mich auch innerlich auf mein Abenteuer einstellen. Durch die Valsugana musste ich mich das erste Mal mit der Karte auseinandersetzen, was mir, obwohl ich nur den Text zur Verfügung hatte, kaum Probleme bereitete. Ich genoss die Landschaft, die kleinen Städte und die Freiheit.

Nach Bassano del Grappa veränderte sich dann einiges. Man ging häufiger auf befahrenen Straßen, dann wieder kilometerlang an Kanälen entlang. Richtung Süden, Westen, Osten nur nach der Karte orientierend, sonst eher orientierungslos. Wenn man  so wie ich alleine unterwegs ist, überkommt einen nach einer gewissen Zeit  eine gewisse Einsamkeit, nicht negativ gemeint, man ist einfach mehr bei sich selbst. Einerseits werden dann die größeren Städte, wie Padua, Ferrara oder Bologna fast unheimlich, wenn man sie durchschreitet. Andererseits taucht man aber in die Vergangenheit ein, in diesem Fall in die Geschichte und den Weg des hl. Antonius und später des hl. Franziskus. Wenn man ein bisschen über ihr Leben weiß, kann man, je länger man auf ihren Pfaden wandert, immer intensiver ihre Kraft spüren.

Als ich Bologna hinter mir ließ, freute ich mich schon auf die Berge und auf die Stille der Natur, ohne zu wissen, welche unglaublichen Erlebnisse noch auf mich warten würden. Ich sah Buchen- und Eichenwälder, wie ich sie noch nie gesehen habe, ich stand Wildsäuen gegenüber, sah Wolfsspuren, erlebte Gewitter- und Hagelstürme genauso wie schönstes Frühlingswetter. Aber vor allem kam ich auf Plätze, die so schön waren, dass ich es nicht beschreiben kann. Ich hatte des Öfteren das Gefühl, die Schönheit der Natur und meine innere Öffnung dazu wurden zu einem Ganzen und mein „Ich“ wurde sehr, sehr still. Mein Verstand wurde so ruhig, dass ich mich in dieser Zeit auch öfters verirrte, was mir aber nichts ausmachte, weil die Zeit fast bedeutungslos wurde.                     

Von La Verna bis Assisi traf ich immer mehr Pilger, die auch auf ihrem Weg waren und die mich aus dieser Energie regelrecht herausrissen. Nach über vier Wochen der Sprachlosigkeit genoss ich aber die Gespräche und auch die sehr schönen Städte in der Toskana und in Umbrien. In Assissi beendeten fast alle ihre Reise und ab da war ich dann wieder alleine unterwegs. Da ich schon so lange unterwegs war, wollte ich nun auch so schnell wie möglich ans Ziel kommen. Ich erwartete mir auch nicht mehr viel, sollte mich aber noch einmal gewaltig täuschen. Es taten sich wieder Landschaften auf, die unwahrscheinlich schön waren und ich kam an Städten vorbei (Spoleto...), die ich sicher bald wieder besuchen werde.

Nach 43 Tagen und ungefähr 1300 km  kam ich dann in Rom an. Die letzten 17 km bis zum Petersplatz waren noch eine absolute Herausforderung und ich verließ Rom auch schon wieder mit dem Nachtzug, weil ich diese Menschenansammlungen zu dieser Zeit kaum aushielt. Es wurde bei mir wirklich der Weg zum Ziel, was ich auch daran merkte, dass ich die nächsten zwei Wochen in meinen Träumen Nacht für Nacht noch weiter ging.

Ich möchte mich hiermit bei Herrn Treml sehr herzlich für die Wegzusammenstellung bedanken und kann diese Reise nur jedem Pilger weiterempfehlen, der nicht nur einen äußeren, sondern auch einen inneren Weg beschreiten möchte.

Buon cammino 

Hermann Egger

Weitere Fotos zu diesem Bericht von Hermann Egger siehe auch unter Galerie.